Erfinder & Anlagenbauer: Biomasseanlagen

- Heinrich Lambion: Unternehmensgründer
Heinrich Lambion war ein Erfindergeist. Von 1885 – 1905 arbeitete er als Ingenieur und Mit-Inhaber in der russischen Kesselfabrik „Altvater & Sohn“ in Moskau. In 1906 machte Heinrich Lambion eine weitreichende Erfindung: er konstruierte die mechanisch beschickte Spänefeuerung. Damit entwickelte Lambion die Technik, die noch heute allen Biomassekraftwerken, Biomasseheizwerken oder Biomasse-KWK-Anlagen mit Feuerungstechnologie zugrunde liegt.
Seit 1917 nutzt der Unternehmer seine Erfindung und gründete mit seinem Sohn Alfred in Bad Arolsen die Maschinenfabrik A. Lambion. Hier entstehen seit dieser Zeit unzählige selbstentwickelte und gefertigte Feuerungsanlagen.
Die Lambion Idee: Energie aus biologischen Reststoffen

- Mitarbeiter um 1920
Nicht nur sein technisches Wissen, sondern auch den Erfindergeist gab Heinrich Lambion weiter. Es entstand die Idee, mit der Erfindung des Vaters, „aus übrig gebliebenen biologischen Resten Energie zu erzeugen“. Die Energieerzeugung aus biologischen Reststoffen funktionierte und Lambion entwickelte sich zu einem der etabliertesten Hersteller von Biomassefeuerungen und Beschickungssystemen. Man analysierte und erprobte immer wieder neue regenerative Brennstoffe, wie z.B. Nussschalen oder Getreidehülsen.
So entwickelte Lambion die Technik mit unterschiedlichen nachwachsenden Rohstoffen konsequent technologisch weiter.
Aus Erfindergeist und konsequenter Entwicklung entstanden so Technologien, die es heute ermöglichen, nicht nur Holzbrennstoffe, sondern unterschiedlichste feste Biomasse und biogene Reststoffe verschiedenster Zusammensetzungen optimal aufzubereiten, zu dosieren und ökologisch sinnvoll in Energie umzuwandeln.
Innovationen für Biomasseanlagen

- Gründungsurkunde der Maschinenfabrik Lambion
In den 50er Jahren wuchs Lambion von einem handwerklich geprägten Unternehmen zu einem Industrieunternehmen. Als erstes Unternehmen führte Lambion international Vorschubroste für die Nutzung von biogenen Brennstoffen ein, die damals nur in Braunkohle-Feuerungen verwendet wurden.
In den 70er Jahren konzentrierte sich Lambion auf den Ausbau der internationalen Märkte.
1986 erfolgte die Einbindung in einen internationalen Konzern, der seine Geschäftstätigkeiten im Geschäftsfeld für erneuerbare Energien ausbauen wollte. In 1997 zog sich der Partner jedoch auf sein Kerngeschäftsfeld zurück. Die Familie Lambion nutzte die Gelegenheit und führte die Marke zurück in die Hand der Familie.
Geringere Emissionen: die Lambion-Ringbrenner-Technik

- Die Lambion-Ringbrenner-Technik
Im Jahr 2000 gelang es Lambion mit einer neu entwickelten Biomasse Feuerungstechnik, dem Ringbrenner, biogene und stückige Staub-/Spänegemische gleichzeitig zur Energieerzeugung zu nutzen. Dies war sowohl ein großer Fortschritt für die holzverarbeitende Industrie als auch für den Umweltschutz. Denn der Ringerbrenner ermöglicht es, Staub bis 100 % zu verbrennen und durch die vielfach gestufte Verbrennungsluftzuführung sowie die gezielte Rauchgaszirkulation die gültigen Emissionsgrenzwerte für Biomassefeuerungen sicher zu unterschreiten.
Lambion wächst mit Energiekonzepten für Biomasseanlagen

- Axel Lambion & Dieter Weiß
In 2007 verstärkte man sich durch eine strategische Partnerschaft, um sich vom Anlagenbauer für Biomassefeuerungsanlagen hin zum Planer, Generalunternehmer für Gesamtanlagen und Mitinvestor zu verbreitern. In dieser Zeit wurde der Generationenwechsel organisiert. Die Geschäfte führen seit dieser Zeit Dipl.-Ing Axel Lambion und Dipl.Wirtschaftsingenieur Dieter Weiß. Mit der Erweiterung der Kernkompetenzen firmierte Lambion gleichzeitig in Lambion Energy Solutions GmbH um.
Durch konsequente Weiterentwicklung der Geschäftsfelder liefert Lambion seit 2008 schlüsselfertige Biomasseheizwerke, Biomassekraftwerke und Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung inklusive Finanzierung von 1 – 30 MWth.



